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Ein offizielles Buch zum Jahr der Technik




Buchbesprechung zu Ingenieurwissenschaften“, von Michael F. Jischa

Der Band „Ingenieurwissenschaften“ von Michael F. Jischa beschließt eine Reihe von Fachbüchern zum Thema „Studium der Umweltwissenschaften“, herausgegeben von Edmund Brandt. Vorangegangen sind die Bände „Wirtschaftswissenschaften“, „Rechtswissenschaften“, „Sozialwissenschaften“ und „Naturwissenschaften“, in denen Studierende der Umweltwissenschaften und anderer Studiengänge einen Überblick über wissenschaftliche Methoden in den genannten Disziplinen erhalten sollen. Vor diesem Hintergrund ist der Umstand zu sehen, dass ein einzelner Autor, der insbesondere durch seine Tätigkeit für den „Club of Rome“ und anderer, umweltwissenschaftlicher Gremien bekannt geworden ist, ein derart umfassendes Thema aufgreift. Das Buch erhebt daher auch nicht den Anspruch, die Ingenieurwissenschaften umfassend und im Detail darzustellen. Es geht vielmehr darum, Einblicke zu vermitteln in die Denkweise und Methoden, die sich Ingenieure von heute zu Eigen gemacht haben. Insofern dient der Band dazu, Studierenden der Umweltwissenschaften und anderer Interessierte das für eine fundierte Auseinandersetzung mit der Thematik notwendige Fachwissen zu vermitteln.

Der Band beginnt mit einer Darstellung zur Stellung des Ingenieurs und der Ingenieurwissenschaften in der Gesellschaft im Wandel der Zeit. Hier wird deutlich gemacht, wie technischer Fortschritt in zunehmendem Maße nicht nur die Arbeitswelt sondern im globalen Rahmen auch die Lebenswelt beeinflusst und somit Aspekte der Nachhaltigkeit im Leitbild der Ingenieure verankert werden sollten. Es schließt sicheine kurze Darstellung der mathematischen und naturwissenschaftlichen Grundlagen an, die an anderer Stelle der Reihe „Studium der Umweltwissenschaften“ bereits zum Teil vorgestellt werden. Die Grundlagen der Mathematik, Informatik, Physik und Chemie auf weniger als vierzig Seiten darzustellen ist sicherlich nur in groben Zügen möglich. Dabei wird stets der Blick Richtung Umweltwissenschaften gewahrt. Mathematische Zusammenhänge werden nicht abstrakt sondern anhand von demographischen und anderen Beispielen vermittelt. Die technischen Grundlagen werden anhand der Mechanik, der Thermodynamik, der Strömungsmechanik, der Elektrotechnik, den Werkstoffwissenschaften und der Konstruktionstechnik vermittelt, also den klassischen Säulen des Ingenieurstudiums.

Nach dieser Vermittlung von fachspezifischem Wissen wird im Abschnitt der „Technischen Vertiefung“ auf die Entstehungsgeschichte der heute bekannten Studiengänge in den Ingenieurwissenschaften eingegangen wobei zugleich viele wissenswerte Hintergründe zur Entstehungsgeschichte der Technischen Hochschulen und Technischen Universitäten selber dargestellt werden. Nur auf diese Weise ist zu verstehen, wie aus den drei historisch gewachsenen Säulen der Ingenieurstudiums, bestehend aus dem Maschinenbau, der Elektrotechnik und dem Bauingenieurwesen, die heute vorhandene Fächervielzahl entstanden ist. Hierzu gehören insbesondere auch das Studium der Verfahrenstechnik und des Chemieingenieurwesens, die in besonderer Weise mit den neuen, umweltbezogenen Studiengängen zusammen hängen. Letztere werden exemplarisch anhand der ausgestalteten Studiengänge an einigen niedersächsischen Hochschulen, unter anderen Lüneburg, Clausthal und Osnabrück, diskutiert. Diese kompakte und differenzierte Darstellung ist sicherlich für Studieninteressierte von Nutzen, die sich über Inhalte und Perspektiven des Studiums der Umweltwissenschaften an den verschiedenen Hochschulorten informieren wollen. Dem Aspekt der Einbindung von Lehrinhalten, in denen es nicht um Fachkompetenz sondern um Sozial- oder Kommunikationskompetenz geht wird ein eigenes Kapitel gewidmet. Hierzu wird auch die Vermittlung von fachübergreifenden Lehrinhalten, etwa aus den Bereichen Wirtschaft und Recht, gezählt.

Schließlich wird im sechsten Abschnitt des Bandes auf umweltbezogene Arbeits- und Forschungsgebiete eingegangen, wobei auch hier wieder neuere geschichtliche Entwicklungen vorangestellt wurden. Insbesondere werden spannende Aufgaben vorgestellt, die gleichermaßen an Natur- und Ingenieurwissenschaftler als auch an Ökonomen, Juristen und Soziologen adressiert sind. Es werden Themen vorgestellt, die aus den Bereichen Technikfolgenabschätzung und Nachhaltigkeit, Umwelt- und Energietechnik, Umweltmonitoring und Umweltanalytik stammen. Gedanken der Nachhaltigkeit werden dann auch abschließend verwendet, um ein Bild der Aufgaben und der Ausbildung des Ingenieurs der Zukunft zu zeichnen. Dazu wird exemplarisch für die TU Clausthal eine aus Sicht des Autors zukunftsfähige Variante des Ingenieurstudiums vorgeschlagen.

Fazit
Im vorliegenden Buch werden wichtige Aspekte des Studiums der Ingenieurwissenschaften in Kontext der Umweltwissenschaften dargestellt. Neben fachspezifischem Wissen aus Bereichen der Natur- und Ingenieurwissenschaften werden in vielfältiger Form Hintergrundinformationen zu umwelt-, sozial- und bildungspolitischen Themen geliefert. Das Buch kann und soll natürlich nicht die Auseinandersetzung mit tiefer gehender Literatur oder Lehrveranstaltungen ersetzten. Vielmehr geht es darum, die ingenieurwissenschaftliche Methodik in groben Zügen zu vermitteln und um einen Beitrag zu leisten, die Auseinandersetzung mit dem Thema Umweltwissenschaften auf eine besser fundierte Basis zu stellen.
Insgesamt also ein Buch das nicht nur für ausgebildete und werdende Ingenieure unbedingt empfehlenswert ist, sondern gerade auch für Vertreter der Sozial-, Rechts- oder Wirtschaftswissenschaften. Bleibt noch zu erwähnen, dass das Buch soeben von der Arbeitskommission „Jahr der Technik“ offiziell als Buch zum Jahr der Technik 2004 deklariert worden ist.

Prof. Dr. Ing. Gunther Brenner
Institut für Technische Mechanik
TU Clausthal

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